TK1 Teleskope – Eine echte Alternative zur Modellgussprothese

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Endspurt

Knapp 2 Wochen später erhielten wir die fertige Arbeit zum Einsetzen. Beim Zementieren der Arbeit ist besonders sorgfältig vorzugehen. Es lohnt sich daher, die Primärteile mit Hilfe der Prothese zu zementieren, um einen korrekten Sitz zu garantieren. Teile die von Zement freigehalten werden müssen, sollten zuvor sorgfältig mit Vaseline versehen werden. Zuerst wurde die Krone 12 zementiert, da sie aufgrund der erwähnten Achsneigung nicht im Verband eingesetzt werden konnte, während die anderen (noch nicht festsitzenden) Primärteile eine einwandfreie Führung sicherstellten.

Fig.: 17 Basalansicht der fertigen Arbeit Gut zu erkennen ist die Lage des Tk1 Elementes an 22 zur Unterstützung der RS Fräsung, sowie die Justierschrauben der TK1 Elemente zur Einstellung genau definierter Friktion

Fig.: 17 Basalansicht der fertigen Arbeit Gut zu erkennen ist die Lage des Tk1 Elementes an 22 zur Unterstützung der RS Fräsung, sowie die Justierschrauben der TK1 Elemente zur Einstellung genau definierter Friktion

Fig.: 18 Einstellung der Friktion mittels Schraubendreher

Fig.: 18 Einstellung der Friktion mittels Schraubendreher

Das Aktivieren der TK1 Elemente zur Einstellung der Friktion erfordert lediglich einen kleinen Schraubendreher. Die Prothese muss die Praxis nicht einmal verlassen. Der Patient kann im Stuhl darauf warten. Dasselbe gilt auch auch für ein späteres Auswechseln der TK1.

Große Versorgungen dieser Art stellen für den Patienten eine nicht zu unterschätzende Umstellung dar. Vorsorglich zu stramm eingestellte Teleskope der klassischen Art, mussten oft im Labor „lockerer gemacht werden“ um dem Patienten ein Herausnehmen und Einsetzen des Ersatzes zu ermöglichen. Leider kam es dann vor, dass dieser nach Tagen der Eingewöhnung mit einer ihm zu lockeren Prothese erschien. Einige diese Teleskope konnten nie wieder auf die erforderliche Friktion gebracht werden.

Um dem Patient diese Eingewöhnungszeit zu erleichtern werden die TK1 Elemente aller Sekundärteile anfangs auf eine sehr geringe bis keine Friktion eingestellt. Erst beim Kontrolltermin wenige Tage später werden die Teleskopkronen auf die gewünschte „Endfriktion“ gebracht. (Mit dieser Vorgehensweise können derartige Korrekturmaßnahme vermieden werden)

Fig.: 19 Der fertige Ersatz in situ.

Fig.: 19 Der fertige Ersatz in situ.

Keine sichtbaren Halteelemente, eine Arbeit aus „einem Guss“

Fig.: 20 Der Wunsch des Patienten: Keine sichtbaren Halteelemente, eine Arbeit aus „einem Guss“

Diskussion

Dieser Fall führte von einem mangelhaften Brückenersatz zu einer teleskopierenden Brücke.

Es zeigte sich, wie wichtig es für eine präzise Planung ist, einen umfassenden Eindruck der Mundsituation zu erhalten. Zu Beginn der Behandlung machte ich mir einige Gedanken über die Zusammenarbeit mit einem Dentallabor, das geografisch so weit von meiner Praxis entfernt liegt, doch es stellte sich als absolut problemlos heraus. Wir versenden regelmäßig Arbeiten zu Laboren innerhalb Englands, der Versand zu TEETHRUS in Deutschland verläuft genauso einfach. Ein Versandgang nach Deutschland dauert nur ein oder zwei Tage länger, also ließen wir etwas längere Zeitspannen zwischen den Terminen als sonst. Dank digitaler Fotographie und Video Konferenz mittels Skype können wir direkt mit dem verantwortlichen Techniker sprechen und am Monitor einzelne Situationen, sogar den kompletten Patienten zeigen, was uns überflüssige Versandwege erspart.

TK1 kurz und bündig

  • Unsichtbarer Ersatz durch Vermeidung sichtbarer Halteelemente
  • Erleichtertes Aus/Eingliedern durch 2° Fräsung
  • Zierliche Konstruktion durch Verwendung von NEM
  • Haltbarer durch Verzicht auf Lot. – oder andere Metallverbindungen
  • Erleichterte Eingewöhnungsphase
  • Individuelle Friktionseinstellung jedes einzelnen Sekundärteils
  • Sehr einfach, schnell und kostengünstig zu erweitern
  • Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis durch Verzicht auf Edelmetall
  • Gute Kraft und Druckverteilung


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